Welche Bewohner trifft man an der Brenz?

Die Brenz ist das Zuhause einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Denkt man jedoch an den Lebensraum von Vögeln mit grellem, farbenfrohem Federkleid, hat man wohl eher den Amazonas als die Heidenheimer Brenzregion vor Augen. Dabei beheimatet letztere eine besonders hübsche Art: den Eisvogel. Als aufsehenerregender Bewohner ist er dort allerdings nicht alleine.

Sieht exotisch aus, ist mit Glück jedoch auch an der Brenz zu finden: der Eisvogel. Bild: Benjamin Waldmann

Der Eisvogel ist die einzige Art seiner Familie, die auch in Mitteleuropa verbreitet ist. Man erkennt ihn an seinem dunkelblauen Rückengefieder sowie seinem rostroten Bauch (siehe oben, Bild: Benjamin Waldmann). Am liebsten hält er sich an Flüssen und Steilwänden auf. Letztere findet er jedoch nur dort, wo der Fluss sich schlängeln kann, wie es ihm beliebt. So beispielsweise an der Brenzrenaturierung unterhalb des Hirschbergs in Hermaringen – mit ein wenig Glück lässt sich dort ein Blick auf den Eisvogel erhaschen. Ebenso am Itzelberger See, dessen Vogelschutzinsel zum Lebensraum für den schillerndern Vogel wurde. Potenzielle Beobachter sollten sich dem scheuen Wesen zuliebe jedoch möglichst unauffällig verhalten.

Löst nicht bei jedem Freudensprünge aus: der Biber bei der Arbeit. Bild: Benjamin Waldmann

Ein weiterer Bewohner der Brenz sorgt im Gegensatz zum Eisvogel nicht ausschließlich für Entzücken: der Biber. Zwar wurde er vor nicht allzu langer Zeit in Europa fast ausgerottet, doch durch konsequenten Artenschutz konnten sich die Bestände rasch erholen. Kritiker bemängeln allerdings die Gefahren durch angestaute Wassermassen sowie angenagte Bäume und fordern eine Lockerung der Artenschutzrichtlinien. Umweltschützer sehen das anders: sie betonen, dass der Biber mit seinen Aktivitäten Vielfalt in die Flussverläufe bringt und diese somit auf natürliche Art und Weise renaturiert. Wer sich selbst ein Bild vom Schaffen des polarisierenden Nagers machen möchte, sollte beispielsweise entlang der Brenz in Bächingen, im Eselsburger Tal oder dem Brenzpark die Augen offen halten. Möglicherweise trifft man nicht auf die dämmerungs- und nachtaktiven Nager selbst – mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auf ihre Spuren.

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